SBT Seminare

SBT Seminare

Jeweils Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr

(16 Unterrichtseinheiten = 20 Fortbildungspunkte)

Ausnahme SBT 11a (1-tägig) (8 Unterrichtseinheiten = 10 Fortbildungspunkte)


Termine 2012


SBT 1 | 28.-29.01.2012 Werte in der Psychotherapie: Vom bedürfnis- zum wertorientierten Menschen ... Details
SBT 2 | 25.-26.02.2012 Entwicklung als Therapie - in Piagets Fußstapfen die Entwicklung funktionaler Schemata, adaptiver Emotions- und Beziehungsregulation fördern ... Details
SBT 3 | 17.-18.03.2012 Einführung in die Strategisch Behaviorale Therapie - Emotions-, Motivations- und lernpsychologische Grundlagen der Verhaltenstherapie ... Details
SBT 4 | 21.-22.04.2012 Die Arbeit mit kognitiv-affektiven Schemata: Überlebensregeln erkennen, wertschätzen und verändern ... Details
SBT 5 | 12.-13.05.2012 Achtsamkeit und Akzeptanz - basale Neuorientierung des Patienten ... Details
SBT 6 | 16.-17.06.2012 Angstbehandlung durch Strategisch Behaviorale Therapie ... Details
SBT 7 | 14.-15.07.2012 Von der Fallkonzeption zum Therapieplan - ein strategischer Ansatz, der die Therapie auf den Punkt bringt ... Details
SBT 8 | 04.-05.08.2012 Emotionale Arbeit - Gefühle entdecken und nutzen zur Selbst- und Beziehungsregulation ... Details
SBT 9 | 08.-09.09.2012 Therapieprozess - Von der Strategie des Symptoms zur Strategie der Therapie ... Details
SBT 10 | 27.-28.10.2012 Strategische Depressionstherapie - ein emotiv-kognitiver Ansatz ... Details
SBT 11 | 3.-4.11.2012 Verhaltensdiagnostik und Fallkonzeption - ein funktionaler Ansatz ... Details
SBT 11a | 25.11.2012 Ärger- und Wutexposition: Von der Wut, die krank macht zur Wut als vitale Kraft ... Details
SBT 12 | 08.-09.12.2012 Die Therapeutische Beziehung - diesen mächtigen Wirkfaktor optimal nutzen lernen ... Details

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Werte in der Psychotherapie: Vom bedürfnis- zum wertorientierten Menschen


Jede Psychotherapie kann über die Arbeit an aktuellen Konflikten und Problemen hinaus Patienten dazu befähigen, eine Zukunft zu gestalten, mit der diese sich identifizieren können, die ihnen Mut, Zuversicht und Selbstrespekt vermittelt. Neben typischen Ergebnis- und Prozesszielen kommen persönliche Werte als so genannte Richtungsziele oft zu kurz. Sie geben unserem Leben Richtung und damit eine tiefer gefühlte Begründung für das Erreichen von Zielen. Sie erfahren, wie eine solche Orientierung systematisch erarbeitet wird. Sie hilft Ihren Patienten nicht nur, mit mehr Freude und Sinn ihren Weg in die Zukunft betreten zu können. Mögliche Hindernisse, schwierige Gefühle und Bruchstellen werden auch leichter und aktiver bewältigt, wenn man weiß, wofür man das alles auf sich nimmt. Bereitschaft zur Selbsterfahrung wird vorausgesetzt.

Entwicklung als Therapie - in Piagets Fußstapfen die Entwicklung funktionaler Schemata, adaptiver Emotions- und Beziehungsregulation fördern


Die Entwicklungspsychologie Piagets und Kegans findet im Selbstorganisationsansatz noch einmal ihre wissenschaftliche Bestätigung und wird als Brücke zur Systemtheorie zu eine wichtigen Bereicherung kognitiv-behavioraler Therapie. Wir versuchen allerdings, uns rein klinisch und im Selbsterfahrungsmodus damit zu befassen, dass Verhalten und Erleben nicht nur gelernt sind, sondern entwickelt und dass jeder Mensch seinen individuellen Ort in dieser Stufenlandschaft einnimmt, der ihm Möglichkeiten und Grenzen seiner Lebensgestaltung zuweist. Und wir betrachten Schritte der persönlichen Entwicklung auf höhere Stufen.

Einführung in die Strategisch Behaviorale Therapie - Emotions-, Motivations- und lernpsychologische Grundlagen der Verhaltenstherapie


"Wie soll ich nur aus der Fülle von Beschwerden und Informationen über Lern- und Lebensgeschichte eines Patienten eine treffsichere Analyse der Entstehungsbedingungen erstellen?" Dies ist die Aufgabe, die den Anfänger oft zur Verzweiflung bringt. Aber das Erstellen eines stimmigen individuellen Störungsmodells ist keine Zauberei. In der Selbsterfahrung werden wir die hilfreichen Instrumente kennen- und anwenden lernen. Das Einbetten dieser lernpsychologischen Erkenntnisse in die kognitiv-affektive Entwicklungstheorie psychischer Störungen verhilft uns so zu einem ganzheitlichen Fallverständnis und ist notwendige Bedingung für eine erfolgreiche Therapie. Lit.: Sulz: Als Sisyphus seinen Stein losließ. CIP-Medien.

Die Arbeit mit kognitiv-affektiven Schemata: Überlebensregeln erkennen, wertschätzen und verändern


Verhalten dient der Befriedigung wichtiger Bedürfnisse. Menschen möchten sich z. B. willkommen fühlen, suchen Geborgenheit, Unterstützung und Anerkennung, möchten sich gesehen fühlen. Sie möchten aber auch selbst machen und selbst können, neue Wege erproben, experimentieren, sich stark und kompetent erleben, Führung übernehmen. Entwicklungsbedingungen, die nicht optimal sind, etwa im Falle wenig empathischer, wenig responsiver oder übergriffiger Eltern, lassen die Befriedigung solcher an sich gesunder Bedürfnisse bisweilen zur Schwerstarbeit entarten. Im Interesse des emotionalen Überlebens haben sich Patienten so gut geht den eher toxischen Entwicklungsbedingungen angepasst. SBT bezeichnet die kognitiv-affektive Quintessenz dieses Lernprozesses als Überlebensregel. Sie wird typischerweise mit ins Erwachsenenleben übernommen und wird angesichts sich verändernder Lebensumstände dysfunktional und erzeugt Symptome. Im Rahmen erlebnisaktivierender Arbeit wird diese Regel anhand konkreter Problemsituationen bewusst gemacht und mit Hilfe ressourcenorientierter Methodik so modifiziert, dass Menschen flexibler mit den Herausforderungen ihres Lebens umgehen können, ihr Leben wieder aktiver mit Lust und Lebensfreude gestalten können.

Verhaltensdiagnostik und Fallkonzeption - ein funktionaler Ansatz


Der Prozess der Verhaltensdiagnostik hat den Schwerpunkt, neben der genauen (operationalen) Identifizierung der problematischen Verhaltensweisen, die auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen derselben herauszuarbeiten - im Rahmen einer Verhaltensanalyse. Anhand der diagnostischen Hilfsmittel des VDS wird die Bedingungsanalyse klinischer Fälle erarbeitet. Aus den störungsspezifischen und individuellen Modellen der Erkrankung geht die Zielanalyse inkl. Definition der Zielerreichungskriterien hervor. Im dritten Schritt werden die Gesamtstrategie und der detaillierte Behandlungsplan aus den Zielen abgeleitet. Lit.: Sulz: Verhaltensdiagnostik und Fallkonzeption. Handbuch zum VDS. CIP-Medien.

Angstbehandlung durch Strategisch Behaviorale Therapie


Die SKT-SBT integriert für die Angstbehandlung auch die bewährten Interventionsformen der VT, wie z. B. Expositionsverfahren, Methoden der kognitiven VT etc. Als moderne Form der VT geht sie jedoch darüber hinaus. Ihre Methodik erlaubt eine treffsichere Konzeption individueller Störungsbedingungen. Daraus ergibt sich eine stimmige Therapiestrategie mit klaren Zielvorstellungen. Sie thematisiert insbesondere auch die hinter den Angstsymptomen stehende Problematik. So wird verständlich, dass jede Angsttherapie auch eine "Wut-Therapie" sein muss.

Von der Fallkonzeption zum Therapieplan - ein strategischer Ansatz, der die Therapie auf den Punkt bringt


Ausgehend vom individuellen Fallverständnis anhand der Makro- und Mikroanalyse im SORK-Modell wird das Vorgehen einer strategischen und stringenten Therapieplanung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die Zielanalyse auf Grundlage des individuellen Störungsmodells sowie der zu erstellende Behandlungsplan. Es geht um Fragen der Konkretisierung von Zielen, ihre motivationale Bedeutung im Rahmen des Therapieprozesses, Differenzialindikationen und Vorgehen bei Mehrfachdiagnosen sowie Überprüfungsmöglichkeiten der Zielerreichung. Ziel ist, einen Therapiefall nicht mehr nur "verstehen" (Problemorientierung), sondern ein inneres Modell des bevorstehenden Therapieprozesses entwickeln zu können - Wohin will ich? Auf welchem Weg? (Zielorientierung)

Emotionale Arbeit - Gefühle entdecken und nutzen zur Selbst- und Beziehungsregulation


Dass die emotionale Wende in der VT in vollem Gang ist, machen die Beiträge von Linehan und Sulz deutlich. Die emotionale Erfahrung wird zunehmend gewürdigt für die Entwicklung der Persönlichkeit und die Entstehung von Symptomen. In unserer Wertorientierung erhalten Gefühle in zwischenmenschlichen Beziehungen einen zunehmenden Rang. Emotionale Intelligenz ist "von evolutionärer Bedeutung für das (Über-)Leben der Menschheit" (Kanfer). Ziel ist, das Spektrum an emotionaler Kompetenz im therapeutischen Prozess zu erweitern und die zentrale Bedeutung der Gefühle für Verlauf und Ergebnis zu nutzen. Die jeweiligen Strategien sollen in Theorie und Praxis verdeutlicht werden. Informationen und Selbsterfahrung wechseln ab. Zwei Decken und ein kleines Kissen, die jeder Teilnehmer mitbringen soll, werden mit dazu beitragen, dass sich das Wochenende "gut anfühlt". Lit.: Sulz & Lenz (Hrsg.), Von der Kognition zur Emotion, CIP-Medien 2000.

Therapieprozess - Von der Strategie des Symptoms zur Strategie der Therapie


Die Therapieforschung hat herausgefunden, dass der Therapieprozess wichtige Aspekte mit wichtigsten Wirkfaktoren enthält. Wir wollen ein Sensorium dafür entwickeln, wie wir mit dem Patienten in Interaktion und Beziehung treten können: Die gegenseitige Wahrnehmung, die Art zu sprechen, die Art, wie der Patient den Therapeuten in eine Komplementärrolle führt, wie er für eine Wiederholung unschöner Erfahrungen in der Therapie sorgt, wie dies therapeutisch genutzt werden kann. Was braucht der Patient vom Therapeuten, was fürchtet er? Wie geht er mit seinem Ärger dem Therapeuten gegenüber um? Aufbau einer Therapiesitzung, Umgang mit Hausaufgaben, Gestaltung des Therapieverlaufs.

Strategische Depressionstherapie - ein emotiv-kognitiver Ansatz


Vorgehensweisen der kognitiven Verhaltenstherapie und ihrer Erweiterungen (Ressourcenorientierung) bei Depressionen stehen im Vordergrund. Verschiedene Methoden wie Aktivitätenaufbau, Teilzielrealisierung, kognitive Umstrukturierung, Selbstkontrolltechniken, etc. werden theoretisch erläutert und deren Anwendung anhand von Beispielen ausführlich dargestellt. Demonstration des Therapeutenverhaltens, Umgang mit Widerständen, Übungen, Rollenspiele und Diskussion des Vorgehens in besonderen Problemsituationen (z. B. bei Erschöpfungsdepressionen, "Jammerdepression", akuter Suizidalität, Depression bei chronischen Schmerzen, "chronische Depression", usw.) werden die Schwerpunkte des Kurses sein. Lit.: Sulz, Von der Strategie des Symptoms zur Strategie der Therapie, CIP-Medien 2001. Senf, Broda, Praxis der Psychotherapie, Thieme, 2005

Achtsamkeit und Akzeptanz - basale Neuorientierung des Patienten


AwareAidOn-Methode

»Für heutige Menschen, die nicht mit asiatischen Gebräuchen vertraut sind, aber doch einen neutralen spirituellen Weg und eine Praxis suchen, schafft er damit [mit AwareAidOn] etwas sehr Kostbares.« Roshi (Zenmeister) Fumon S. Nakagawa (Abt des Zenklosters Daihizan Fumonji, Eisenbuch)
Im SBT-Seminar folgt nach einer Einführung in die AwareAidOn-Methode mit deren spirituellen und wissenschaftlichen Fundierung eine Anleitung und Erprobung zur konkreten Anwendung.
Die AwareAidOn-Methode bietet eine wirksame Unterstützung zur Realisierung von Achtsamkeits- und Meditationsübungen jedweder Ausrichtung (diverse spirituelle, medizinische, psychotherapeutische, pädagogische Ansätze).
Die Bezeichnung AwareAidOn stellt eine Begriffsschöpfung aus drei Elementen dar: (1) Aware(ness): Bewusstsein, (2) Aid: Hilfe, (3) Métron: Maß, -> Hilfe und Maß für Bewusstsein / Fähigkeit zur Aufmerksamkeitslenkung. Gemeint damit sind eine innovative Methode und das speziell für diese Methode entwickelte Gerät bzw. PC- Programm zur Klangunterstützung von Achtsamkeits-/Meditationsübungen. Bei erfolgreicher Meditation verkürzen sich Phasen des Abdriftens in Müdigkeit, Gedanken, Tagträume; Achtsamkeitsphasen verlängern sich (Ott 2010). Der Lernprozess zu Daueraufmerksamkeit ist häufig mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. In Auseinandersetzung mit eigenen Schwierigkeiten damit habe ich die auf spirituellen wie wissenschaftlichen Grundlagen basierende AwareAidOn-Methode entwickelt (Grepmair 2010). Hierbei werden Klangereignisse, die hinsichtlich ihrer Art und ihres Auftretenszeitpunkts nach einem ausgeklügeltem System variieren, zur Unterstützung von Achtsamkeits-/Meditationsübungen eingesetzt. Im zentralen Aufmerksamkeitsfokus des Übenden bleibt die Achtsamkeits- / Meditationsübung.

Ärger- und Wutexposition: Von der Wut, die krank macht zur Wut als vitale Kraft


Inzwischen halte ich die therapeutische Arbeit mit Wut für unverzichtbar. Viele Therapeuten scheuen sich davor. Im Kurs können Sie sich die Selbsteffizienz-Erfahrung holen, ein/e sichere/r Wut-Therapeut/in zu sein. Allerdings erst, nachdem Sie im Selbsterfahrungsmodus an Übungen teilgenommen haben, in denen Sie Ihrer Wut ins Auge geschaut haben bzw. dem Menschen, auf den Sie eine Mordswut haben. Ob Sie nun von sich den Eindruck haben, eher zu viel Wut zu produzieren oder zu wenig oder Wut für ein lästiges und überflüssiges Gefühl halten, es warten in jedem Fall neue Erfahrungen auf Sie. Dies ist kein Aufbaukurs sondern, ein zusätzlicher Workshop wegen großer Nachfrage!

Die Therapeutische Beziehung - diesen mächtigen Wirkfaktor optimal nutzen lernen


Die therapeutische Beziehung ist sowohl bei der Diagnostik als auch bei der Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. Sie beinhaltet zum einen die empathische Konfrontation und zum anderen begrenzte elterliche Fürsorge, um kognitive, erlebnisorientierte und verhaltensbezogene Veränderungsprozesse zu ermöglichen. Die Therapeutin nutzt hier die spiegelnde Beschreibung, persönliche emotionale Wahrnehmungen und die grundsätzliche Bereitschaft, sich mit dem Patienten auf die Suche nach Lösungen für bestehende dysfunktionale Muster zu begeben und ihn für selbstreflexive Aktivitäten zu gewinnen. In diesem praxisbezogenen Seminar werden mittels Rollenspiel und Kleingruppenarbeit diverse Möglichkeiten angebotenen, Beziehungserfahrungen aus der therapeutischen Praxis zu reflektieren, hemmende und förderliche Aspekte zu erkennen und damit zu experimentieren. Lit.: Elliott, Robert u. a. (2008). Praxishandbuch der emotionsfokussierten Therapie. München: CIP-Medien, Pesso, Albert; Lowijs Perquin. (2008). Die Bühne des Bewusstseins oder: Werden, wer wir wirklich sind. München: CIP-Medien, Psychotherapie im Dialog, 4 (2004, 5. Jahrgang). Themenheft: Therapeutische Beziehung, 319-396. Thieme, Sachse, Rainer. (2006) Therapeutische Beziehungsgestaltung. Hogrefe, Sulz, Serge (2002). Praxis-Manual. Strategien der Veränderung von Erleben und Verhalten. München: CIP-Medien.

Ressourcenorientierte Therapiestrategien - die Optimierung ihres Einsatzes


Arbeiten Sie im Therapieprozess manchmal härter als Ihre Patienten? Falls Sie sich angesprochen fühlen, dann ist dieser Werkzeugkoffer für Sie genau das Richtige! Auch wenn dies nicht immer gleich erkennbar ist: Patienten verfügen über reichliche Ressourcen, die sie oft nicht kennen, nicht wertschätzen und nicht nutzen können. Durch Zugang zu ihren Ressourcen können sie aber entscheidend für schwierige Phasen im Therapieprozess gestärkt werden, um dann die eigentliche Arbeit auch selbst tun zu können. Patienten verfügen dadurch über wichtige Selbsteffizienz-Erfahrungen, die sie darin bestärken, auch die Großbaustellen ihres Lebens in Angriff zu nehmen. Kein Wunder, dass die Arbeit mit Ressourcen als schulenübergreifendes Wirkungsprinzip gilt. Mit Hilfe verschiedener erlebnisorientierter Methoden lernen Sie, Ressourcen zum Einsatz zu bringen. Bereitschaft zur Selbsterfahrung wird vorausgesetzt.